Bisher trug ich sie nur wenige Male an der Fasnacht, die Maske. Versteckt hinter dem übel riechenden Ding, fühlte ich mich für kurze Zeit etwas anders. Das machte Spass. Für viele Menschen ist es ja auch ein Fetisch, der sie antörnt. Die Gründe des Verhaltens und Fühlens von Menschen sind so unergründlich wie die gegenwärtigen Weisungen vieler Regierungen, sich eine Halbmaske umzubinden. In 99% der Fälle besteht dazu ja kein Anlass. So erklärte uns das auch richtigerweise auch Herr Dr. Koch am Anfang der Pandemi. Zudem weisen medizinische Studien weiter darauf hin, dass längeres Tragen von Schutzmasken gesundheitsschädlich ist, wegen des CO2s, das man gezwungen ist einzuatmen. Natürlich sollten Menschen mit Krankheits-Symptomen am besten zu Hause bleiben, oder wenn sie dann in Kontakt mit anderen Menschen treten, eine Schutzmaske tragen. Die Japaner machen das schon lange vor. Aber vor allem deshalb, weil sie auf sehr engem Raum zusammenleben müssen. Da macht das durchaus Sinn, aber nicht in einem leeren Eisenbahnzug und schon gar nicht in Hinterdörflikon, wo sich nur Fuchs und Hase begegnen. Verhältnismässigkeit ist gefordert.

Sehr befremdlich finde ich es wie grad ein neuer Modetrend am Entstehen ist und von Freunden rasch übernommen wurde. Noch vor kurzer Zeit haben diese gleichen Freunde den Niqab vieler Musliminnen kritisiert und ihn als Unterdrückungs-Instrument einer Macho-kultur angeprangert. Und nun tragen selbst einen auf ihrem persönlichen Profil und gehen so durch die Stadt.
So betrachtet hat uns das Corona-Virus mit Lichtgeschwindigkeit rascher in eine neue Neue Zeit katapultiert als wir erwarteten, in eine Zeit der Verschleierung, der Distanz, der Unterwerfung. Behörden und Medien schafften es, dass das Maskentragen zu einem moralischen Imperativ erhoben wird wie früher der sonntägliche Kirchbesuch.

Gemeinsam sind wir anonym, gleich, ängstlich, still bangend, dass bald die Erlösung kommt, vielleicht mit einer Spritze, so Allah will.

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