Drei Wochen ist es her, dass wir gezwungen wurden unser Leben umzukrempeln. In den eigenen vier Wänden eingesperrt arbeiten und leben wir weiter wie eingeschüchterte Kaninchen. Und zu jeder Stunde verkündet das öffentliche-rechtliche Fernsehen und Radio wie ernst die Lage ist. Sie warnen uns nach draussen zu gehen: „Stay at home, versammle dich nicht!“

Es gab eine Zeit, da war das ähnlich. Wir müssen allerdings 150 Jahre zurückblicken. Erst im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde es Bürgerinnen und Bürger erlaubt, sich zu versammeln. Anfänglich waren das nur militärische Vereine wie Schützen- und Turnvereine, die zur militärischen Ertüchtigung dienten, erst viel später wurde es politischen Parteien erlaubt, sich zu formieren.

Mir fehlt im Moment die öffentliche Debatte. Was sind Fake-News? Wer verschwört sich gegen wen? Wenn Angst vor Krankheit und Sanktionen vorherrscht, ist klares Denken selten. So getraut sich leider die überwiegende Mehrzahl von Menschen nicht, sich dagegen zu stemmen.

Doch in jeder Krise steckt auch ein aussergewöhnlich hohes Veränderungspotenzial. Nutzen wir sie. Wir haben nun genug Zeit, um sich mit unseren Gewohnheiten und Werte auseinanderzusetzen. Es gibt keine günstigere Zeit, uns neu zu orientieren. Schauen wir auf uns und unser Umfeld. Was macht uns wirklich Freude? Wollen wir weiterhin so fortfahren wie bisher? Welche anderen Wege gibt es, die wir gehen können, unsere Lebenszeit sinn- und freudvoll zu gestalten?

Tägliche Spazierwege können helfen, neue Sichtweisen zu gewinnn. Nutzen wir diese Zeit, um das zu tun.

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